In der sächsischen Schweiz mehren sich die Fälle von schwerem Vandalismus an Naturdenkmälern und historischen Felsformationen. Bislang wurden an mindestens 18 Stellen die Initialen ‚J + D‘ mit Werkzeug in Sandsteinwände und geschützte Gesteinsflächen eingeritzt. Die Taten ereigneten sich an beliebten Wanderwegen zwischen Pirna, Bad Schandau und Rathen – allesamt Teile des Nationalparks Sächsische Schweiz.
Die Polizeidirektion Dresden bestätigte die laufenden Ermittlungen und warnte: Wer solche Beschädigungen vorsätzlich verursacht, macht sich strafbar. Laut Paragraf 304 des Strafgesetzbuches (Urkundenfälschung im weiteren Sinne) sowie Naturschutzverordnungen kann dies je nach Schwere der Tat bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe oder eine hohe Geldstrafe nach sich ziehen.
Naturschützer und lokale Behörden zeigen sich besorgt über die Zerstörung empfindlicher Ökosysteme und die irreversible Schädigung geologisch wertvoller Flächen. Der Landesbetrieb Sächsischer Naturwald appelliert an die Bevölkerung, Verdächtiges sofort zu melden. Zudem sollen verstärkt Überwachungskameras und Kontrollgänge in besonders betroffenen Gebieten installiert werden.
Quellen: MDR – Nachrichten