Vorfälle rund um AfD-Parteitag in Erfurt: Polizei schließt Dutzende Verfahren ab

Im Anschluss an die massiven Proteste gegen den AfD-Bundesparteitag in Erfurt im Juli 2026 hat die Thüringer Polizei die Bearbeitung der meisten strafrechtlichen Ermittlungsverfahren abgeschlossen. Wie aus der Zusammenfassung der Behörden hervorgeht, wurden insgesamt 180 Anzeigen registriert, die sich auf verschiedene Zwischenfälle während der Demonstrationen beziehen. Die meisten davon betrafen Ordnungswidrigkeiten wie Versammlungsverstöße oder Sachbeschädigungen, die inzwischen bearbeitet und abgeschlossen wurden.

Einige strafrechtlich relevante Vorfälle, insbesondere Angriffe auf Journalisten vor Ort, werden jedoch weiter untersucht. Laut Polizeiangaben laufen die Ermittlungen in diesen Fällen noch, da die Identifizierung der Täter komplex ist und Video- und Zeugenaussagen ausgewertet werden müssen. Die betroffenen Medienvertreter hatten damals von tätlichen Angriffen und Bedrohungen durch Demonstranten berichtet, was bundesweite Empörung auslöste.

Die Proteste am Rande des AfD-Parteitags zogen Zehntausende Menschen aus ganz Deutschland nach Erfurt. Die Kundgebungen waren überwiegend friedlich, doch es kam vereinzelt zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Polizei. Die Behörden betonten, dass die Lage insgesamt kontrolliert bleiben konnte, trotz der hohen Emotionalität der Ereignisse.

Die Abschlussberichte der Polizei sollen nun auch als Grundlage für eine Evaluierung der Sicherheitskonzepte bei zukünftigen Großveranstaltungen dienen. Die Thüringer Innenbehörde kündigte an, aus den Erfahrungen zu lernen, um sowohl die Versammlungsfreiheit als auch die öffentliche Sicherheit besser gewährleisten zu können.

Quellen: MDR – Nachrichten