Manuela Schwesig lehnt Kandidatur für SPD-Bundesvorsitz ab

Die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig, hat öffentlich klargestellt, dass sie keine Ambitionen auf den Parteivorsitz der Bundes-SPD hegt. Damit reagiert sie auf Berichte, nach denen innerhalb der Sozialdemokraten ein Führungswechsel geplant sei und Schwesig als mögliche Nachfolgerin für den derzeitigen Doppelspitze um Lars Klingbeil gehandelt wurde.

Schwesig betonte in einer Stellungnahme, dass ihre volle Aufmerksamkeit der Landespolitik in Mecklenburg-Vorpommern gelte. Insbesondere vor dem Hintergrund der anstehenden Landtagswahl im Bundesland sei ihre Priorität, die SPD regional zu stärken und politische Stabilität zu gewährleisten. Eine Übernahme von bundespolitischen Ämtern schließe sie derzeit „ausdrücklich und endgültig“ aus.

Die Diskussion um eine Neuaufstellung der SPD-Spitze hatte in den vergangenen Wochen zugenommen, nachdem die Partei in mehreren Umfragen an Zustimmung verloren hatte. Schwesig, langjährige Vertraute von Ex-Kanzlerin Angela Merkel und erfahrene Regierungschefin, galt dabei als mögliche Kandidatin für eine personelle Erneuerung. Doch mit ihrer Absage bleibt das Ringen um die künftige Führung der SPD weiter offen.

In Mecklenburg-Vorpommern bleibt Schwesig damit weiterhin zentrale politische Figur. Ihre Führung der Landesregierung wird vor allem vor dem Hintergrund regionaler Themen wie wirtschaftlicher Entwicklung im ländlichen Raum, Energiepolitik und Infrastrukturausbau weiter im Fokus stehen.

Quellen: ZEIT Online – Deutschland