Im Volkswagen-Werk Zwickau-Mosel herrscht große Unsicherheit unter den Beschäftigten – Konzernchef Oliver Blume besuchte am Mittwochmorgen erstmals im Rahmen einer Betriebsversammlung das sächsische Standort. Angesichts sinkender Elektroauto-Nachfrage und strategischer Neuausrichtung des Konzerns hoffen die Mitarbeiter auf verbindliche Perspektiven für die Zukunft des Werks.
Das Werk in Zwickau gilt als eines der zentralen Standorte für die E-Mobilität von Volkswagen. Doch aktuelle Zwischenberichte über Produktionsanpassungen und fehlende Nachfolgeprojekte nach der ID.-Reihe haben Ängste vor Arbeitsplatzverlusten geschürt. Die IG Metall und Betriebsräte hatten wiederholt auf die wachsende Verunsicherung hingewiesen und einen klärenden Besuch der Konzernspitze gefordert.
Während der Betriebsversammlung erwarteten die Beschäftigten konkrete Informationen über kommende Modellpläne, Investitionssicherungen und die Rolle des Standorts im globalen Konzernnetzwerk. Ob Blume erlösende Nachrichten übermitteln konnte, blieb zunächst unklar. Die Landesregierung in Sachsen betont jedoch weiterhin ihre Unterstützung für den Industriestandort und fordert klare Signale aus Wolfsburg.
Quellen: MDR – Nachrichten