Die Vereinten Nationen haben am Rande der UNCCD-COP17 in Ulaanbaatar eine bedeutende Wiederherstellungsinitiative im westafrikanischen Sahel mit dem Titel „World Restoration Flagship“ ausgezeichnet. Die Sahel Integrated Resilience Initiative (SIRI), die sich auf Burkina Faso, Tschad, Mali, Mauretanien und Niger erstreckt, wurde für ihren Erfolg bei der Sanierung von über 335.000 Hektar degradierter Flächen gewürdigt. Seit ihrem Start im Jahr 2018 hat die Initiative laut Angaben des UN-Umweltprogramms (UNEP) die Lebensgrundlagen und die Ernährungssicherheit für mehr als vier Millionen Menschen nachhaltig gestärkt.
Die Maßnahmen umfassen Aufforstung, nachhaltige Bewirtschaftung von Weideland sowie den Aufbau lokaler Kapazitäten zur Anpassung an den Klimawandel. In Niger tragen insbesondere Programme zur agroforstlichen Bewirtschaftung und zur Bodenerosionsbekämpfung dazu bei, die landwirtschaftliche Produktivität unter extremen klimatischen Bedingungen zu steigern. Experten betonen, dass solche lokal angepassten Strategien entscheidend seien, um die Auswirkungen von Dürren und Wüstenbildung langfristig einzudämmen.
Kooperation statt Konfrontation
Die Initiative basiert auf enger Zusammenarbeit zwischen Regierungen, traditionellen Gemeinschaften und internationalen Partnern. Besonders hervorgehoben wurde die Einbindung indigener Kenntnisse und die Förderung von Frauen in Entscheidungsprozessen. Die Auszeichnung durch die UN soll das Projekt global sichtbar machen und zusätzliche Finanzmittel für die Weiterführung und Skalierung mobilisieren. Angesichts zunehmender Umweltkrisen im Sahel gilt SIRI als Modellprojekt für resiliente Entwicklung in Krisengebieten.
Quellen: The Africa Report, AllAfrica – Latest