Simbabwe hat als Teil seiner Bemühungen zur Begleichung alter Schulden gegenüber der südafrikanischen Fluggesellschaft South African Airways (SAA) ein neues Zahlungsangebot unterbreitet. Demnach schlägt das Land vor, jeweils eine Million US-Dollar alle drei Monate an die marode Staatsairline zu überweisen, um so schrittweise die ausstehenden Forderungen in Höhe von insgesamt über 50 Millionen US-Dollar (rund eine Milliarde südafrikanische Rand) abzutragen.
Die Schuld stammt aus mehreren Jahren unbezahlter Lande-, Park- und Wartungsgebühren, die SAA an Simbabwes staatliche Flughafenbehörde ZAA für Flugbewegungen angehäuft hat. Der Streit dauert bereits seit Jahren an und hat diplomatische Spannungen zwischen den beiden Nachbarländern verstärkt. Südafrikas Abteilung für Internationale Beziehungen soll nun vor dem Parlament erklären, welche Maßnahmen unternommen wurden, um das Geld zurückzuholen.
Das wiederholte Angebot eines Ratenplans wirft neue Fragen über Simbabwes finanzielle Stabilität auf, da das Land weiterhin mit schweren wirtschaftlichen Herausforderungen kämpft, darunter eine galoppierende Inflation und Devisenknappheit. Kritiker fragen, ob die vorgeschlagenen Zahlungen realistisch sind oder lediglich Zeit gewinnen sollen. Gleichzeitig betont Simbabwe, dass es bestrebt sei, seine internationalen Verpflichtungen einzuhalten, um das Investitionsklima zu verbessern.
Die Entscheidung, wie mit dem Vorschlag umgegangen wird, liegt nun bei der südafrikanischen Regierung und der SAA-Führung, die überlegen müssen, ob sie das Angebot akzeptieren oder weiterhin auf eine sofortige Vollstreckung der Forderung pochen.
Quellen: AllAfrica – South Africa