Das Universitätsklinikum Rostock hat einen Oberarzt aufgrund rassistischer Posts in sozialen Medien von seinen dienstlichen Pflichten freigestellt. Der Arzt, dessen Name nicht offengelegt wurde, soll in mehreren Beiträgen menschenverachtende und diskriminierende Äußerungen veröffentlicht haben, die mittlerweile viral gingen.
Die Klinikleitung bestätigte die Freistellung und betonte in einer Stellungnahme das klare Bekenntnis zur Vielfalt und zum respektvollen Umgang mit Patienten und Kollegen. „Solche Inhalte widersprechen in jeder Hinsicht unseren Werten“, heißt es offiziell. Die interne Personalabteilung prüft nun rechtliche Schritte und mögliche Konsequenzen.
Die Affäre löste Empörung unter Beschäftigten und Bürger:innen aus. Antidiskriminierungsgruppen fordern eine transparente Aufarbeitung. Auch die Landesärztekammer äußerte sich besorgt und mahnte, dass Vertrauen in das medizinische Personal nicht durch ideologische Hetze untergraben werden dürfe.
Die Universität Rostock betont, dass neben der personellen Konsequenz auch strukturelle Maßnahmen zur Sensibilisierung geplant seien. Fortbildungen zu Diskriminierung und interkultureller Kompetenz sollen ausgeweitet werden. Der Fall wirft erneut Fragen nach der Verantwortung von Beschäftigten im öffentlichen Dienst im Umgang mit sozialen Medien auf.
Quellen: ZDF Heute – Nachrichten