In Nepal haben Sturzfluten, die durch den plötzlichen Kollaps eines Gletschers in der Nähe der Tibet-Grenze ausgelöst wurden, eine katastrophale Situation geschaffen. Berichten zufolge sind mindestens 165 Menschen ums Leben gekommen, während mehr als 1.000 Personen als vermisst gelten. Unter den Vermissten befinden sich auch zahlreiche ausländische Touristen, darunter Gruppen aus Australien, Indien und den USA.
Die Fluten haben ganze Dörfer im Himalaya verwüstet, Straßen und Brücken wurden weggeschwemmt, was die Rettungsaktionen erheblich erschwert. Lokale Behörden berichten von dramatischen Szenen, in denen Familien und Gemeinden alles verloren haben. Rettungsteams sind vor Ort, kämpfen jedoch mit schwierigen Bedingungen und der Ungewissheit über die Lage der Vermissten.
Ein Nepali Touranbieter äußerte die Befürchtung, dass mehrere seiner Kunden aus Australien, darunter auch Kinder, in den Fluten umgekommen sein könnten. Die australische Regierung hat bereits Konsularhilfe angeboten, um die Sicherheit ihrer Bürger zu gewährleisten.
Die genauen Ursachen des Gletscherkollapses sind noch unklar, jedoch wird vermutet, dass der Klimawandel und die damit verbundenen Veränderungen in den Gebirgen eine Rolle spielen könnten. Experten warnen, dass solche extremen Wetterereignisse in Zukunft häufiger auftreten könnten, wenn keine Maßnahmen gegen die globale Erwärmung ergriffen werden.
Quellen: The Guardian, FAZ Online