Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Uganda erneut als Ebola-frei erklärt, nachdem das Land die erforderlichen 42 Tage ohne einen neu bestätigten Fall der Viruskrankheit abgeschlossen hat. Diese Frist entspricht zwei Inkubationszyklen des Ebola-Virus und gilt international als Maßstab dafür, dass eine Epidemie lokal unter Kontrolle ist.
Die jüngste Erklärung folgt auf ein vorübergehendes Auftreten von Fällen in Grenzregionen und unterstreicht die Fortschritte Ugandas im Bereich der öffentlichen Gesundheit. Die Regierung hatte in Zusammenarbeit mit internationalen Partnern strenge Überwachungs- und Reaktionsmaßnahmen implementiert, darunter Isolierstationen, Kontaktverfolgung und Aufklärungskampagnen in betroffenen Gemeinden.
Gleichzeitig erhält Uganda Unterstützung aus den USA: Die US-Regierung lieferte kürzlich eine experimentelle Antikörpertherapie zur Behandlung von Ebola, um die Vorbereitungen auf mögliche Ausbrüche zu stärken – insbesondere angesichts eines laufenden Ausbruchs der Bundibugyo-Viruskrankheit in der benachbarten Demokratischen Republik Kongo (DRC). Die Lieferung soll die therapeutischen Kapazitäten Ugandas verbessern und als präventive Reserve dienen.
Experten betonen, dass die regionale Zusammenarbeit bei der Bekämpfung von hochansteckenden Krankheiten entscheidend bleibt. Trotz der positiven Entwicklung warnt die WHO vor Nachlässigkeit, da das Risiko einer erneuten Einschleppung aus Nachbarländern weiterhin besteht.
Quellen: Independent (Kampala), Nile Post