In der Region Terego im Nordwesten Ugandas haben gewaltsame Unruhen im Flüchtlingslager Imvepi zu schweren Sachschäden und mehreren Todesfällen geführt. Die ugandische Regierung hat die Ausschreitungen verurteilt und bestätigt, dass über vierzig südsudanesische Flüchtlinge im Zusammenhang mit den Protesten am Dienstag festgenommen und in Gewahrsam genommen wurden.
Bei den Ausschreitungen wurden Büros des Prime Minister’s Office (OPM), der Polizei sowie der UN-Flüchtlingsagentur UNHCR teilweise beschädigt oder niedergebrannt. Laut Berichten des Nile Post starben mindestens zwei Personen, während Dutzende weitere verletzt wurden. Die genauen Hintergründe der Proteste sind noch unklar, jedoch deuten erste Analysen auf wachsende Frustration unter den Flüchtlingen wegen Lebensmittelkürzungen, Überbelegung und mangelnder Dienstleistungen hin.
Regierung verurteilt Gewalt
Die Regierung Ugandas verurteilte die Zerstörung staatlicher Infrastruktur aufs Schärfste. In einer Stellungnahme bezeichnete sie die Angriffe als „unannehmbar“ und betonte, dass humanitäre Einrichtungen geschützt werden müssten – auch in Krisensituationen. Gleichzeitig kündigte sie Untersuchungen an, um die Ursachen der Unruhen zu klären und strukturelle Verbesserungen einzuleiten.
Uganda beherbergt eine der größten Flüchtlingspopulationen Afrikas, darunter hauptsächlich Binnenvertriebene und Flüchtlinge aus dem Südsudan. Das Land wird international für seine integrative Flüchtlingspolitik gelobt, doch die anhaltende Krise stellt Ressourcen und Infrastruktur zunehmend auf die Probe.
Quellen: Independent (Kampala), Nile Post