Algerien trauert um Opfer verheerender Waldbrände

Algerien trauert um die Opfer einer verheerenden Naturkatastrophe: Bei einer Serie von Waldbränden im Nordosten des Landes sind mindestens 12 Menschen ums Leben gekommen, Dutzende weitere wurden verletzt. Präsident Abdelmadjid Tebboune erklärte daraufhin eine dreitägige nationale Trauerperiode, die am Donnerstag begann und den ganzen Freitag umfasst. Die Feuer weiten sich weiter in den bergigen Regionen aus, wo Feuerwehrkräfte unter extremer Hitze und widrigen Windbedingungen um die Eindämmung der Flammen kämpfen.

Katastrophale Lage in den Bergregionen

Die Brände, die vor allem die bewaldeten Gebiete der Provinzen um Constantine, Jijel und Béjaïa betreffen, wurden durch anhaltende Trockenheit und Temperaturen über 40 Grad Celsius begünstigt. Berichten zufolge wurden bereits mehrere Dörfer evakuiert, und zahlreiche Häuser sowie landwirtschaftliche Flächen gingen in Flammen auf. Die Regierung hat zusätzliches Personal und Löschflugzeuge in die betroffenen Gebiete entsandt, um die örtlichen Feuerwehreinheiten zu unterstützen.

Präsident ruft zur Solidarität auf

Präsident Tebboune verurteilte in einer öffentlichen Ansprache die mangelhafte Vorbereitung auf solche Naturkatastrophen und kündigte eine umfassende Untersuchung der Ursachen an. Gleichzeitig rief er die Bevölkerung zur Solidarität auf und betonte die Notwendigkeit eines koordinierten Katastrophenschutzsystems. Internationale Hilfe wurde bislang nicht angefordert, doch Frankreich und die EU haben ihre Bereitschaft zur Unterstützung signalisiert.

Die algerische Bevölkerung reagiert mit tiefer Betroffenheit. In sozialen Netzwerken verbreiten sich Bilder von rauchenden Wäldern und zerstörten Dörfern, während Freiwillige Nahrung, Wasser und medizinische Hilfsgüter sammeln. Die Behörden warnen vor weiteren Gefahren, da die Wettervorhersage auch in den kommenden Tagen trockene und windige Bedingungen prognostiziert.

Quellen: AllAfrica – North Africa, Africanews EN