Die deutsche Beachvolleyball-Meisterschaft wechselt ihren Standort – und macht damit einen großen Sprung ins Binnenland. Nach mehr als drei Jahrzehnten am Timmendorfer Strand an der Ostsee wird die Titelkämpfe in diesem Jahr im Dortmunder Westfalenpark ausgetragen. Die Umsetzung einer temporären Sandarena mitten im grünen Herzen der Stadt markiert einen Paradigmenwechsel für den Sport in Deutschland.
Die Entscheidung sorgt für Diskussionen: Kann ein Strandevent ohne Meerblick funktionieren? Organisatoren betonen, dass die Infrastruktur, die Zuschauerfreundlichkeit und die Begeisterung für den Sport im Ruhrgebiet ideal seien. Dortmund biete zudem exzellente Anbindungen und Platz für Tausende Besucher. Zudem wolle man dem Sport neue Zielgruppen erschließen, die den Weg an die Küste selten schaffen.
Der Westfalenpark wird für die Dauer des Events umgestaltet: Mehrere tausend Tonnen Sand werden eingeflogen, Tribünen errichtet und ein Festivalcharakter geschaffen. Lokale Gastronomen und Vereine sind eingebunden, um ein regionales Erlebnis zu schaffen. Auch Borussia Dortmund unterstützt die Aktion als Botschafter für sportliche Vielfalt in der Region.
Ob die Verlegung dauerhaft bleibt, ist offen. Doch viele sehen in der Maßnahme eine Chance, den Breitensport stärker in die Mitte der Gesellschaft zu holen – weg vom Urlaubsflair, hin zur Alltagsnähe. Nordrhein-Westfalen positioniert sich damit als innovativer Gastgeber für nationale Sportevents.
Quellen: FAZ Online