Ein internationales Forschungsteam, an dem Wissenschaftler aus Dresden maßgeblich beteiligt waren, hat einen Durchbruch bei der Erforschung der inneren Dynamik von Sternen erzielt. Die Forscher vom Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) konnten in einem experimentellen Aufbau erstmals direkt beobachten, wie sich Flüssigkeiten in rotierenden Himmelskörpern verhalten – ein Prozess, der maßgeblich das Magnetfeld und die Stabilität von Sternen beeinflusst.
Die Studie, die nun in einer renommierten Fachzeitschrift veröffentlicht wurde, bestätigt eine seit Jahrzehnten diskutierte Theorie über die sogenannte „Differenzielle Rotation“ – also die unterschiedliche Rotationsgeschwindigkeit von Schichten innerhalb von Sternen und Planeten. Mithilfe eines speziellen Experimentes, bei dem flüssiges Gallium in einer rotierenden Kugel untersucht wurde, gelang es dem Team, Strömungsmuster nachzustellen, wie sie im Inneren der Sonne vermutet werden.
„Diese Ergebnisse helfen uns, das Verhalten von Sternen besser vorherzusagen – etwa Sonnenstürme oder Magnetfeldumkehrungen“, erklärte ein beteiligter Physiker. Die Dresdner Forschungseinrichtung zählt zu den führenden Institutionen in der Plasmaphysik und Materialforschung. Die neuen Erkenntnisse könnten auch Auswirkungen auf die Raumfahrt und Satellitentechnologie haben, da Sonnenaktivitäten die Erde direkt beeinflussen können.
Quellen: MDR – Nachrichten