Die hessische Landesregierung will die Bildungslandschaft im Bundesland mit einem umfangreichen Maßnahmenpaket stärken. Wie aus dem aktuellen Liveblog der Frankfurter Allgemeinen Zeitung hervorgeht, plant Hessen die Bereitstellung von insgesamt 50 Millionen Euro für den Ausbau der Schulbildung. Der Schwerpunkt liegt dabei auf zwei konkreten Projekten: der Einführung eines verpflichtenden zusätzlichen Deutschunterrichts sowie eines neuen „Medienführerscheins“ für alle Schüler.
Ziel des zusätzlichen Deutschunterrichts ist es, sprachliche Defizite bei Kindern und Jugendlichen frühzeitig abzubauen – unabhängig von ihrem familiären Hintergrund. Besonders in urbanen Zentren wie Frankfurt und Wiesbaden soll das Programm verstärkt zum Einsatz kommen. Der geplante „Medienführerschein“ soll hingegen bereits ab der Mittelstufe digitale Kompetenz vermitteln, kritischen Umgang mit sozialen Netzwerken fördern und vor Desinformation schützen.
Die Initiative wird als Reaktion auf aktuelle Analysen gesehen, die Defizite in Sprachkompetenz und Medienbildung benennen. Die genaue Umsetzung und zeitliche Planung sollen in den kommenden Wochen vom Kultusministerium vorgestellt werden. Die Opposition begrüßt die Ankündigung grundsätzlich, fordert aber mehr Transparenz über die Finanzierungsquellen und Personalbedarfe.
Quellen: FAZ Online