In Simbabwe hat die Regierung eine umstrittene Verfassungsreform durchgesetzt, die die Amtszeit von Präsident Emmerson Mnangagwa um zwei Jahre verlängert. Wie der Mail & Guardian berichtet, werden die Präsidentschaftsperioden künftig auf sieben Jahre ausgeweitet. Mnangagwas aktuelle Amtszeit, die eigentlich 2028 enden sollte, wird damit bis 2030 verlängert.
Die Reform betrifft auch andere politische Ebenen: Die Legislaturperioden des Parlaments und der lokalen Regierungen werden ebenfalls verlängert. Kritiker sehen darin einen weiteren Schritt zur Konsolidierung der Macht von Mnangagwas ZANU-PF-Partei, die das Land seit der Unabhängigkeit 1980 regiert.
Die Opposition und Menschenrechtsgruppen verurteilen die Änderungen als undemokratisch. Sie befürchten eine weitere Einschränkung politischer Freiheiten in dem südafrikanischen Land, das seit Jahren mit wirtschaftlichen Problemen und internationaler Isolation kämpft.
Quellen: Mail & Guardian (SA)