Der grüne Kandidat für das Berliner Abgeordnetenhaus, Daniel Eliasson, hat öffentlich von einer antisemitischen Attacke berichtet, die sich am Montag in Steglitz ereignet hat. Laut Eliasson wurde er an einem Wahlkampfstand verbal angegriffen und angegangen, bevor der Täter versuchte, ihn ins Gesicht zu schlagen. Der Vorfall ereignete sich in unmittelbarer Nähe zu einem öffentlichen Platz, an dem die Grünen für die anstehende Landtagswahl warben.
Eliasson, der jüdischer Herkunft ist, schilderte den Vorfall als gezielt antisemitisch motiviert. Er betonte, dass solche Übergriffe nicht nur eine persönliche Bedrohung darstellten, sondern auch ein Angriff auf demokratische Grundwerte seien. „Wir dürfen nicht zulassen, dass Hass und Hetze Teil des politischen Diskurses werden“, erklärte er in einer anschließenden Stellungnahme.
Der Vorfall sorgt drei Wochen vor der Berlin-Wahl für Empörung und belebt die Debatte über den Umgang mit Antisemitismus im öffentlichen Raum. Auch die Linkspartei steht unter Druck, nachdem ein Eklat auf einer Wahlkampfbühne in Neukölln zuvor bereits für Aufsehen gesorgt hatte. Beobachter warnen vor einer Normalisierung antisemitischer Äußerungen innerhalb einzelner politischer Lager.
Die Berliner Landesregierung und mehrere Parteien verurteilten den Angriff scharf. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Der Vorfall unterstreicht die angespannte Stimmung im Wahlkampf, der von Umfragen als Dreikampf zwischen SPD, Grünen und CDU vorhergesagt wird.
Quellen: Welt Online, Der Tagesspiegel