In Ostthüringen ist ein neuer Solarpark ans Netz gegangen, der nicht nur sauberen Strom liefert, sondern auch eine innovative Form der Bürgerbeteiligung ermöglicht. Ab sofort können Anwohner anteilig an den Erträgen des Parks mitverdienen – ein Modell, das laut Experten Schule machen könnte. Die kommunale Energiegenossenschaft hat gemeinsam mit regionalen Investoren das Projekt realisiert und betont, dass Transparenz und lokale Wertschöpfung im Fokus stünden.
Die Einnahmen aus dem Solarpark fließen teilweise direkt in die Gemeindekassen, während Bürgerinnen und Bürger über Genossenschaftsanteile oder Gewinnausschüttungen profitieren. „Wir wollen, dass die Energiewende vor Ort spürbar wird – nicht nur ökologisch, sondern auch finanziell“, erklärt ein Sprecher der Genossenschaft. Bereits jetzt zeichnen sich stabile Renditen ab, die über klassischen Stromvergütungen liegen.
Das Projekt in Ostthüringen dient als Blaupause für andere ländliche Regionen, in denen bisher wenig Kapital für erneuerbare Energien verfügbar war. Angesichts steigender Energiepreise und ambitionierter Klimaziele gewinnt das Modell an Bedeutung. Auch die Thüringer Landesregierung zeigt Interesse und prüft Förderinstrumente, um ähnliche Vorhaben in anderen Kommunen zu unterstützen. Langfristig könnte so ein flächendeckendes Netz dezentraler Energieprojekte entstehen, das Unabhängigkeit und regionale Stabilität stärkt.
Quellen: MDR – Nachrichten