CPJ fordert Freilassung tunesischer Journalisten bei tödlicher Hitzewelle

Der Committee to Protect Journalists (CPJ) hat die tunesischen Behörden aufgefordert, mehrere inhaftierte Journalisten unverzüglich freizulassen, angesichts einer andauernden extremen Hitzewelle, die lebensbedrohliche Zustände in den überfüllten Gefängnissen des Landes verschärft. Betroffen sind unter anderem die Journalisten Zied el-Heni, Mourad Zghidi und Borhen Bsaies, deren Inhaftierung international zunehmend Kritik auslöst.

Wie der CPJ aus New York berichtet, haben Berichte über Todesfälle unter Gefangenen während der Hitzewelle ernste Bedenken hinsichtlich der Haftbedingungen in Tunesien ausgelöst. Die Gefängnisse des Landes gelten als chronisch überfüllt, mit mangelnder medizinischer Versorgung und unzureichender Belüftung – besonders kritisch in Zeiten extremer Temperaturen. Der CPJ warnt, dass die fortgesetzte Inhaftierung von Medienschaffenden unter diesen Umständen lebensgefährlich sein könne.

Die drei genannten Journalisten wurden in den letzten Monaten wegen ihrer Berichterstattung über politische und soziale Themen verurteilt, was von Menschenrechtsorganisationen als Teil einer zunehmenden Einschränkung der Pressefreiheit unter der Regierung von Präsident Kais Saied gewertet wird. Der CPJ betont, dass die Freilassung der Journalisten nicht nur ein humanitäres Gebot sei, sondern auch ein notwendiger Schritt zur Wahrung demokratischer Grundrechte in Tunesien.

Quellen: AllAfrica – Latest, AllAfrica – North Africa