Dürrefolgen belasten globale Weizenmärkte – Mainzer Forscher warnen vor Preisanstieg

Die Folgen der diesjährigen Hitzesommer-Dürre in Deutschland sind nicht nur regional spürbar, sondern wirken sich zunehmend auf globale Lebensmittelmärkte aus. Forscher der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz haben in einer aktuellen Studie nachgewiesen, dass extreme Trockenphasen zu erheblichen Preisanstiegen bei Weizen führen – weltweit. Besonders betroffen seien Anbaugebiete in Europa, Nordamerika und Zentralasien, wo Ernteausfälle infolge fehlender Niederschläge die Versorgungslage verschärfen.

Die Mainzer Wissenschaftler analysierten Daten aus mehreren Dürrejahren und stellten einen direkten Zusammenhang zwischen klimatischen Extremereignissen und der Volatilität der Weizenpreise an den Agrarmärkten fest. „Ein Rückgang der Erträge um zehn Prozent kann je nach Marktlage zu Preisanstiegen von bis zu 25 Prozent führen“, erklärte ein Leiter des Forschungsprojekts. Besonders kritisch sei die Lage in Jahren, in denen mehrere große Produzenten gleichzeitig unter Ernteausfällen leiden.

Für Verbraucher in Deutschland könnte dies bedeuten, dass Backwaren, Nudeln und andere weizenbasierte Produkte teurer werden. Auch die Tierfutterindustrie müsse mit höheren Kosten rechnen, was sich indirekt auf Fleisch- und Milchpreise auswirken könne. Die Studie fordert eine stärkere Anpassung der Landwirtschaft an klimatische Veränderungen sowie verbesserte globale Frühwarnsysteme für Ernteengpässe.

Quellen: FAZ Online (DE, 01.09.2026 07:17)