Swingerparty im Rathaus: Mannheimer Stadtrat sorgt für Eklat

Ein ungewöhnlicher Vorfall hat das Mannheimer Rathaus am Montagmorgen in die Schlagzeilen gerissen: Ein Mitglied des Stadtrats, Julien Ferrat, organisierte unter dem Deckmantel einer öffentlichen Bürgersprechstunde eine private Swingerparty im Rathaus. Wie mehrere Medien berichten, trafen sich sieben Männer und zwei Frauen zu der Veranstaltung, die etwa eine Stunde dauerte.

Die Stadtverwaltung reagierte empört. Man habe keinerlei Kenntnis von der wahren Absicht hinter der Raumreservierung gehabt. Eine Sprecherin bezeichnete das Vorgehen als „klare Verletzung der Treuepflicht“ und kündigte rechtliche sowie disziplinarische Maßnahmen an. Dennoch zeigte sich Ferrat gelassen: Er habe sein Ziel erreicht, Aufmerksamkeit auf die Themen sexuelle Freiheit und Bürokratiekritik zu lenken.

Das Rathaus in Mannheim gilt als zentrales Symbol kommunaler Ordnung und bürgernaher Politik. Dass es nun als Kulisse für eine solche Aktion diente, sorgt für Empörung bei anderen Parteien und Teilen der Bevölkerung. Gleichzeitig diskutieren Juristen, ob die Nutzung des Raums tatsächlich gegen geltende Regeln verstößt oder ob die Verwaltung ihre Kontrollfunktion vernachlässigt hat.

Quellen: ntv – Nachrichten, Der Tagesspiegel