Die Vereinigten Staaten haben den Abzug von rund 200 Militärmitarbeitern aus Nigeria bestätigt. Die nigerianische Armee betonte jedoch, dass dieser Schritt nicht als Ende oder Bruch der bilateralen Sicherheitspartnerschaft interpretiert werden dürfe. Wie der Sprecher der Streitkräfte, Mr. Uba, erklärte, handle es sich um eine von den USA eigenständig beschlossene strategische Neuausrichtung ihrer Truppenpräsenz in der Region.
Die US-Truppen waren bisher an antiterroristischen Maßnahmen im Kampf gegen Boko Haram und andere bewaffnete Gruppen im Nordosten Nigerias beteiligt. Ihre Aufgaben umfassten unter anderem die Beratung lokaler Streitkräfte, Aufklärung und Ausbildung. Der Abzug erfolgt schrittweise und soll keine Lücke in der regionalen Sicherheitsarchitektur hinterlassen, so die offizielle Lesart aus Abuja.
Experten vermuten, dass die Entscheidung im Zusammenhang mit einer globalen Neupositionierung des US-Militärs steht, das seine Ressourcen zunehmend auf andere strategische Regionen ausrichtet. Gleichzeitig betont die nigerianische Regierung ihre Fähigkeit, die innere Sicherheit auch ohne direkte US-Truppenpräsenz weiterhin zu gewährleisten. Gemeinsame Übungen und geheimdienstliche Zusammenarbeit sollen trotzdem fortgesetzt werden.
Quellen: Premium Times Nigeria