Die Bundesregierung hat als Reaktion auf den Drohnenangriff auf den Flughafen Leipzig/Halle am 4. August beschlossen, das Russische Haus in Berlin zu schließen. Wie der Tagesspiegel und Welt Online berichten, wird der bestehende Vertrag über das Kulturinstitut in Berlins Bezirk Mitte gekündigt. Hintergrund ist der Verdacht, dass das Institut nicht nur kulturelle Zwecke erfüllt, sondern auch als Plattform für russische Spionageaktivitäten dient.
Der Angriff auf den Flughafen in Sachsen, bei dem nach Regierungsangaben russische Drohnen zum Einsatz kamen, wird von Berlin direkt Moskau angelastet. Innenminister Dobrindt sprach von einer „hybriden Kriegsführung“, der Deutschland täglich ausgesetzt sei. Die Schließung des Russischen Hauses ist Teil eines umfassenderen Maßnahmenpakets, das auch die Schließung eines russischen Generalkonsulats umfasst.
Moskau reagierte prompt und verurteilte die Entscheidung als „antirussisch“ und ungerechtfertigt. Gleichzeitig warnte Nato-Generalsekretär Rutte vor weiteren Eskalationen und begrüßte die klare Haltung Deutschlands. Die BSW-Chefin Sahra Wagenknecht kritisierte hingegen die Konfrontationspolitik scharf und warnte: „Merz führt uns immer näher an einen Krieg.“
Quellen: Der Tagesspiegel, Welt Online