Hamburg plant Verbot von Smart Glasses in Bädern und im Nahverkehr

Die Hamburger Landesregierung will den Einsatz von sogenannten Smart Glasses an besonders sensiblen Orten untersagen. Wie die rot-grüne Koalition ankündigte, sollen die intelligenten Brillen künftig in Schwimmbädern, Saunen sowie im Bus- und Bahnbetrieb des öffentlichen Nahverkehrs nicht mehr erlaubt sein. Grund dafür sind wachsende Bedenken hinsichtlich des Persönlichkeitsschutzes und der zunehmenden Zahl unerwünschter Aufnahmen in der Öffentlichkeit.

Besonders Frauen berichten immer wieder davon, ohne ihr Wissen gefilmt oder fotografiert worden zu sein – etwa mithilfe diskret getarnter Kameras in Alltagsgegenständen wie Brillen. Smart Glasses, die über eingebaute Kameras und Mikrofone verfügen, gelten dabei als besondere Gefahr für die Privatsphäre. Die Hamburger Regierung reagiert damit auf eine sich verschärfende Debatte über digitale Überwachung im öffentlichen Raum.

Zusätzlich fordert die Koalition, dass der Bund bundesweit einheitliche Regeln zum Umgang mit solchen Geräten schafft. Ohne gesetzliche Grundlage auf nationaler Ebene sei es schwierig, wirksame Verbote durchzusetzen, hieß es. Expert:innen begrüßen den Vorstoß, warnen aber davor, dass technische Entwicklungen schneller seien als politische Reaktionen.

Quellen: FAZ Online (DE, 01.09.2026), heise online (DE, 01.09.2026), Spiegel Online – Schlagzeilen (DE, 01.09.2026)