Anschlagsversuch auf Flughafen Leipzig/Halle: Bundesregierung macht Russland verantwortlich

Der versuchte Drohnenanschlag auf den Flughafen Leipzig/Halle Anfang August hat zu einer schweren diplomatischen Krise zwischen Deutschland und Russland geführt. Die Bundesregierung sieht konkrete Hinweise darauf, dass der Anschlag im Auftrag russischer Geheimdienste durch sogenannte Wegwerfagenten durchgeführt wurde. Wie Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) erklärte, folge das Vorgehen einem „bekannten Muster russischer Operationen“, bei dem vermeintlich unabhängige Akteure eingesetzt werden, um den offiziellen Abstand Moskaus zu wahren.

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) kündigte im Anschluss an die Ermittlungsergebnisse umfassende Maßnahmen an. Dazu gehört die Schließung des Russischen Hauses in Deutschland, einer Einrichtung, die als kultureller und diplomatischer Knotenpunkt fungierte. Die NATO begrüßte die Reaktion der Bundesregierung, während die EU Solidarität mit Deutschland bekundete. Aus Moskau kam bereits die Ankündigung, auf die Sanktionen „spiegelbildlich“ zu reagieren.

Der Flughafen Leipzig/Halle, ein zentraler Logistik-Drehkreuz in Mitteldeutschland, war aufgrund seiner strategischen Bedeutung bereits in der Vergangenheit Ziel von Sicherheitsanalysen. Der aktuelle Vorfall wirft neue Fragen zur Luft- und Objektsicherheit in Sachsen auf. Die Behörden haben die Sicherheitsvorkehrungen in und um den Flughafen erheblich verschärft. Die Ermittlungen dauern an, internationale Geheimdienstkooperationen wurden intensiviert.

Quellen: T-Online Nachrichten, MDR – Nachrichten, MDR – Deutschland, ARD Tagesschau – Inland, Spiegel Online – Deutschland, Der Tagesspiegel, Süddeutsche Zeitung