Öffentliche Schwimmbäder in Thüringen kämpfen zunehmend um ihre Existenz. Grund sind steigende Betriebskosten, Personalmangel und rückläufige Fördermittel. Die landesweite Initiative „Bäder in Not“ hat nun mit fast 23.000 Unterschriften ein klares Signal an die Politik gesandt. Am Dienstag wurde die Initiative im Petitionsausschuss des Thüringer Landtags angehört, wo Vertreter auf die prekäre Lage aufmerksam machten.
Die Probleme betreffen sowohl Frei- als auch Hallenbäder in ländlichen Regionen wie auch in städtischen Gebieten. Viele Kommunen können die Betriebskosten nicht mehr stemmen, was zu Schließungen oder eingeschränktem Betrieb führt. Neben der Gefahr des Verlusts von Freizeitinfrastruktur steht auch die Schwimmausbildung für Kinder auf dem Spiel – ein zentrales Anliegen der Initiative.
Die Petenten fordern eine dauerhafte finanzielle Unterstützung durch das Land, um den Erhalt der Bäder zu sichern. Sie schlagen unter anderem die Einrichtung eines Sonderfonds und eine stärkere Koordination zwischen Kommunen und Landesregierung vor. Die Landesregierung hat das Anliegen anerkannt, betont aber, dass Handlungsspielräume durch Haushaltsbeschränkungen begrenzt seien.
Die Debatte über die Zukunft der Bäder wird voraussichtlich in den kommenden Wochen weiter an Fahrt gewinnen, besonders vor dem Hintergrund steigender Energiepreise und dem zunehmenden Druck auf kommunale Haushalte.
Quellen: MDR – Nachrichten