Joshua Wong, einer der bekanntesten Demokratieaktivisten Hongkongs, hat sich am Mittwoch in einem Gericht schuldig bekannt, mit ausländischen Entitäten zu kollaborieren. Die Anklage wirft ihm vor, gegen das nationale Sicherheitsgesetz verstoßen zu haben, indem er ausländische Regierungen dazu aufgerufen hat, Sanktionen und andere feindliche Maßnahmen gegen China zu verhängen.
Wong, der bereits als Teenager in der Demokratiebewegung aktiv war, sieht sich nun mit einer maximalen Haftstrafe von lebenslanger Freiheitsstrafe konfrontiert. Der Fall ist Teil eines umfassenderen Vorgehens der chinesischen Regierung gegen politische Opposition in Hongkong, das nach dem Inkrafttreten des nationalen Sicherheitsgesetzes im Jahr 2020 verstärkt wurde.
Die Anklage meint, dass Wong und andere Aktivisten während der Proteste von 2019 auch versucht haben, internationale Unterstützung zu mobilisieren. Dies hat zu einem internationalen Aufschrei und Besorgnis über die Menschenrechtslage in Hongkong geführt. Wongs Schuldbekenntnis wird als weiterer Schritt in der systematischen Unterdrückung jeglicher Form von Dissens in der Stadt angesehen.
Quellen: Al Jazeera, The Guardian, Channel News Asia