Sudans Jugendparlament warnt vor de-facto-Teilung des Landes

Das im Exil befindliche Sudan Youth Parliament hat vor einer sich vertiefenden de-facto-Teilung des Landes gewarnt. In einer am Montag in Amsterdam vorgestellten Strategie für den Zeitraum September 2026 bis September 2028 betont die Organisation, dass die militärische Spaltung zwischen den Streitkräften und der Rapid Support Forces (RSF) zunehmend zu einer dauerhaften politischen und institutionellen Realität werden könnte.

Angesichts der Vielzahl an laufenden politischen Initiativen, die oft ohne breite gesellschaftliche Beteiligung verlaufen, fordert das Jugendparlament eine inklusive Friedensstrategie. Kernpunkte der neuen Agenda sind die Einbindung von Basisgruppen, jungen Menschen und Frauen in alle Phasen des Friedensprozesses. Die Organisation befürchtet, dass ohne diese Beteiligung jede politische Lösung an Legitimität verlieren und die Spaltung des Landes institutionalisieren könnte.

Das Sudan Youth Parliament, das sich aus jungen Aktivisten und zivilgesellschaftlichen Vertretern zusammensetzt, ruft internationale Partner dazu auf, zivile und nicht-militärische Akteure stärker zu unterstützen. Die Strategie sieht auch die Stärkung lokaler Friedensinitiativen und die Schaffung von Dialogplattformen in von der Krise betroffenen Regionen vor.

Quellen: Dabanga