Die anhaltende Dürre im westlichen Sudan bedroht die diesjährige Ernte und verschärft die ohnehin prekäre Ernährungssicherheit. In der Region El Sarif in Nord-Darfur warnen lokale Gemeinschaften vor den Folgen der verzögerten Regenfälle, die den Beginn der Aussaat behindern und bereits das Vieh betreffen. Landwirte befürchten, dass die gesamte Anbausaison scheitern könnte, falls sich die Wetterlage nicht rasch verbessert.
Parallel dazu spalten sich die Landwirte im El-Gezira-Schema, einem der größten Bewässerungslandwirtschaftsprojekte des Landes, über die Gründung neuer landwirtschaftlicher und Viehzuchtverbände. In den Gebieten El Managil, Saraf Umra, Kutum und Ambr zeichnet sich eine Zersplitterung ab, die die Koordination und Ressourcennutzung beeinträchtigen könnte. Beobachter befürchten, dass interne Konflikte über die Kontrolle von Land und Wasser die ohnehin fragile landwirtschaftliche Produktion weiter schwächen.
Die Kombination aus klimatischen Unsicherheiten und institutionellen Spannungen verschärft die humanitäre Lage. Ohne ausreichende Ernten drohen Preisanstiege und eine weitere Abhängigkeit von Hilfslieferungen – eine Entwicklung, die in Anbetracht der angespannten Finanzlage internationaler Geberorganisationen besonders besorgniserregend ist.
Quellen: Dabanga