Die Barclays Bank steht unter Druck, nachdem drei Kläger aus Bangladesch eine formelle Beschwerde eingereicht haben. Diese richtet sich gegen die finanziellen Verbindungen der Bank zu dem umstrittenen Rampal-Kohlekraftwerk, das sich in der Nähe des Sunderbans befindet, einem UNESCO-Weltkulturerbe und dem größten Mangrovenwald der Welt.
Die Kläger argumentieren, dass die durch das Kraftwerk verursachte Umweltverschmutzung und die damit verbundenen Klimarisiken die empfindliche Ökologie der Region bedrohen. Der Sunderbans ist nicht nur ein wichtiger Lebensraum für zahlreiche Tierarten, darunter den bedrohten Bengalischen Tiger, sondern auch die Lebensgrundlage für Millionen von Menschen in Bangladesch und Indien.
Die Beschwerde kommt zu einem Zeitpunkt, an dem der Klimawandel und seine Auswirkungen auf die Umwelt zunehmend in den Fokus rücken. Umweltschützer warnen, dass die Unterstützung von Kohlekraftwerken in einer Zeit, in der der Übergang zu nachhaltigen Energiequellen dringend erforderlich ist, nicht nur die Umwelt, sondern auch die Gesundheit der Bevölkerung gefährdet.
Die Kläger fordern von Barclays, ihre finanziellen Unterstützungen für das Rampal-Kraftwerk zu überdenken und sich für nachhaltigere Projekte einzusetzen. In der Vergangenheit gab es bereits ähnliche Kontroversen über die Finanzierung von Kohlekraftprojekten in der Region.
Quellen: The Guardian