Die schwedische Regierung sieht sich zunehmend mit Kritik konfrontiert, nachdem sie entschieden hat, britische Staatsbürger, die nach dem Brexit zu spät einen Aufenthalt beantragt haben, abzuschieben. Migrationsminister Johan Forssell erklärte, Schweden habe seine Verpflichtungen erfüllt und die Entscheidungen der Migrationsbehörde seien gerechtfertigt.
Insbesondere der Fall von Joyce Thomas, einer britischen Staatsbürgerin, die aufgrund verspäteter Anträge von der Abschiebung bedroht ist, hat für Aufsehen gesorgt. Forssell wies die Vorwürfe, die Maßnahmen seien ungerecht, zurück und betonte, dass alle Betroffenen fair behandelt worden seien.
Die Diskussion um die Abschiebungen wirft auch Fragen zur Integration und zur Behandlung von Ausländern in Schweden auf. Während einige die strengen Maßnahmen unterstützen, fordern andere eine Überprüfung der bestehenden Regelungen, um humanitäre Aspekte stärker zu berücksichtigen.