Senegal einigt sich mit dem IWF auf milliardenschweres Hilfspaket nach Schuldenkrise

Senegal und der Internationale Währungsfonds (IWF) haben eine staff-level agreement über ein neues Finanzhilfspaket in Höhe von 2,2 Milliarden US-Dollar (rund 1,9 Milliarden Euro) erzielt. Dies gab der IWF am Mittwoch bekannt. Die Einigung markiert eine Wende in den seit fast zwei Jahren andauernden Verhandlungen, die nach einem öffentlichen Schulden-Skandal zum Erliegen gekommen waren.

Hintergrund war die Entdeckung bisher nicht gemeldeter staatlicher Schulden, woraufhin der IWF die Auszahlung eines früheren Abkommens aussetzte. Nun stimmte die Regierung unter Präsident Bassirou Diomaye Faye einer umfassenden Schuldenrestrukturierung zu – ein Schritt, den sie zunächst vehement abgelehnt hatte. Die Reformen sollen Transparenz im Haushalt verbessern und das Vertrauen internationaler Geber wiederherstellen.

Das neue Programm zielt darauf ab, die makroökonomische Stabilität zu stärken, öffentliche Investitionen zu unterstützen und die wirtschaftliche Entwicklung voranzutreiben. Der IWF lobte die „entschlossenen Anstrengungen“ der senegalesischen Regierung, betonte jedoch, dass strukturelle Reformen und strikte Haushaltsdisziplin weiterhin entscheidend seien. Das endgültige Abkommen muss noch vom IWF-Vorstand genehmigt werden.

Quellen: AllAfrica – Latest, AllAfrica – West Africa, AllAfrica – Business, The Africa Report