Agrarminister Rainer kündigt Hilfen für bayerische Bauern an – Verband fordert mehr

Bayerns Agrarminister Alois Rainer (CSU) hat angesichts der katastrophalen Ernteergebnisse in diesem Jahr Hilfsmaßnahmen in Höhe von einer Milliarde Euro angekündigt. Die Dürre und extremen Wetterbedingungen hätten die Landwirte im Freistaat schwer getroffen, sagte Rainer. Er sprach von einer „Krise nationaler Tragweite“, die schnelles Handeln auf allen politischen Ebenen erfordere.

Die Mittel sollen vor allem zur Entlastung der Betriebe bei Zinslasten, Investitionen und Betriebskosten dienen. Zudem sollen Programme zur Bewässerung und Klimaanpassung ausgeweitet werden. Rainer betonte, dass die bayerische Landwirtschaft systemrelevant sei und nicht allein gelassen werden dürfe.

Trotz der Ankündigung bleibt der Bayerische Bauernverband skeptisch. Man begrüße die Hilfen, doch sie reichten bei weitem nicht aus, um die entstandenen Schäden auszugleichen. Der Verband fordert zusätzliche Maßnahmen, darunter langfristige Strukturförderungen und eine stärkere Entbürokratisierung. Auch auf EU-Ebene müsse schneller reagiert werden, um die Ernährungssicherheit zu gewährleisten.

Quellen: ZDF Heute, Der Tagesspiegel