Brandenburgs Innenminister Jan Redmann (CDU) geht von einem möglichen Zusammenhang zwischen den jüngsten Sabotageakten an kritischen Infrastrukturen in Brandenburg und Nordrhein-Westfalen aus. Bei einem Vorfall am Umspannwerk in Jänschwalde im Südosten des Landes wurden laut Ermittlern gezielt Leitungen beschädigt, möglicherweise durch einen Raketenbeschuss. Wenig später tauchten nahe Bergheim in NRW ähnliche Vorrichtungen auf, was bei den Sicherheitsbehörden Alarm auslöst.
„Die auffälligen Parallelen deuten auf einen koordinierten Angriff hin“, sagte Redmann am Mittwoch. Obwohl bislang kein Bekennerschreiben vorliegt, schließt die Landesregierung nicht aus, dass die Taten politisch motiviert sind. Parteikollegen des Ministers sprechen bereits von Versuchen, die öffentliche Ordnung und die Energieversorgung gezielt zu destabilisieren.
Die Polizeigewerkschaft fordert angesichts der Vorfälle umgehend verstärkte Schutzmaßnahmen für kritische Infrastrukturen. Auch auf Bundesebene wächst die Sorge, dass das Kompetenzgerangel zwischen Bund und Ländern bei der Infrastruktursicherheit zu Lücken führt. Energieversorger betonen, sie seien auf solche Szenarien vorbereitet, konzentrierten sich aber vor allem auf Schadensbegrenzung.
Quellen: Spiegel Online – Schlagzeilen, ZEIT Online – Deutschland, Der Tagesspiegel, ZDF Heute – Nachrichten