Die aus Hamburg stammende Rechtsanwältin Roda Verheyen erhält in Anerkennung ihres herausragenden Engagements für den Klimaschutz die höchste deutsche Umweltauszeichnung. Die Juristin, die sich seit Jahren in wegweisenden Verfahren für stärkere Klimaschutzmaßnahmen einsetzt, wurde besonders durch das historische Urteil des Bundesverfassungsgerichts aus dem Jahr 2021 bekannt. Damals erstritt sie gemeinsam mit Klimaklägern ein Grundsatzurteil, das den Staat verpflichtet, konkrete und generationengerechte Klimaziele festzulegen.
Das Urteil gilt als Meilenstein der deutschen Klimarechtsprechung und hat nicht nur die nationale Politik, sondern auch internationale Gerichte beeinflusst. Verheyens Arbeit wird nun mit der renommierten Umweltauszeichnung gewürdigt, die vom Bundesumweltministerium verliehen wird. In der Begründung heißt es, sie habe „mit juristischer Brillanz und zivilgesellschaftlichem Mut den rechtlichen Rahmen für effektiven Klimaschutz in Deutschland nachhaltig gestärkt“.
Verheyen, die in Hamburg lebt und arbeitet, ist Mitglied der Klimaschutzorganisation Germanwatch und berät seit Jahren NGOs und betroffene Bürger:innen bei Klagen gegen unzureichende Klimaschutzmaßnahmen. Ihre Strategie, Grundrechte als Hebel für Klimaschutz zu nutzen, hat Schule gemacht und inspiriert ähnliche Verfahren weltweit. Die Auszeichnung unterstreicht Hamburgs Rolle als Zentrum zivilgesellschaftlichen und juristischen Engagements im Bereich Nachhaltigkeit und Klimagerechtigkeit.
Quellen: Süddeutsche Zeitung