Der belgische E-Bike-Hersteller Cowboy ruft in Deutschland bestimmte Modelle seiner Elektrofahrräder zurück, da ein Sicherheitsrisiko im Rahmen besteht. Bei intensiver Nutzung könne es zu Rissbildungen und im Extremfall zum Bruch des Rahmens kommen, warnt das Unternehmen. Als Lösung bietet Cowboy einen kostenlosen Umtausch an – doch dafür müssen betroffene Kund:innen ihr Fahrrad selbst nach Hamburg bringen, wo sich eine zentrale Umtauschstelle befindet.
Je nach Wohnort kann die Strecke bis zu 150 Kilometer betragen. Der Hersteller sieht darin kein Problem und betont, dass die Reparatur oder der Austausch nur vor Ort erfolgen könne. Kritiker:innen sehen dies jedoch als unzumutbare Hürde, insbesondere für ältere oder mobilitätseingeschränkte Kund:innen. Verbraucherschützer:innen fordern, dass Hersteller bei Sicherheitsrückrufen auch die Logistik übernehmen sollten.
Die Rückrufaktion betrifft mehrere tausend Geräte in Deutschland. In Hamburg wird eine temporäre Service-Station im Gewerbegebiet Wilhelmsburg eingerichtet, um die Geräte entgegenzunehmen und auszutauschen. Kunden werden gebeten, vor der Anreise online einen Termin zu buchen. Die Aktion unterstreicht die wachsende Bedeutung Hamburger Standorte als Logistik- und Servicezentren für europäische E-Mobilitätsunternehmen – doch auch die Diskussion über Kund:innenfreundlichkeit im Rückrufmanagement gewinnt an Brisanz.
Quellen: heise online