Die Dresdner Polizei warnt vor neuen Maschen im Bereich telefonischer Trickbetrug: Eine 87-jährige Frau wurde Opfer einer perfiden Abzocke, bei der Unbekannte sich als Ärzte ausgaben und ihr eine angeblich lebensbedrohliche Erkrankung suggerierten. Im Verlauf mehrerer Gespräche überzeugten die Täter die Seniorin davon, hohe Geldbeträge für dringend benötigte Behandlungen zu überweisen.
Insgesamt überwies die Frau laut Polizeiangaben 55.000 Euro auf Konten, die sich später als Scheinkonten erwiesen. Die Überweisungen erfolgten über einen Zeitraum von mehreren Tagen, wobei die Betrüger gezielt psychologischen Druck aufbauten und jede Nachfrage durch Familienmitglieder unterbanden.
Es handelt sich um eine Variante des sogenannten ‚falschen Arzt‘-Betrugs, der besonders ältere Menschen mit gesundheitlichen Bedenken gezielt anspricht. Die Täter nutzen dabei oft gefälschte Krankenakten, manipulierte Laborbefunde und Anrufe aus scheinbar offiziellen Nummern, um ihre Glaubwürdigkeit zu erhöhen.
Die Polizei rät dringend dazu, niemals Bargeld oder Daten an unbekannte Anrufer weiterzugeben. Bei Zweifeln solle unbedingt ein direkter Kontakt zur behandelnden Klinik oder zum Hausarzt hergestellt werden – nie über die angerufene Nummer, sondern über bekannte, verifizierte Kanäle. Auch Angehörige sollen sensibilisiert werden, gerade bei plötzlichen finanziellen Transaktionen älterer Menschen.
Quellen: MDR – Nachrichten