Leipzigs Oberbürgermeister bestätigt Interesse von US-Rüstungsunternehmen Covenant Industries

Die Stadt Leipzig rückt möglicherweise in den Fokus internationaler Rüstungsindustrie: Oberbürgermeister Burkhard Jung hat ein konkretes Ansiedlungsinteresse des US-Unternehmens Covenant Industries bestätigt. Wie mehrere Medien unter Berufung auf städtische Quellen berichten, prüft das Unternehmen den Aufbau einer Produktionsstätte für Marschflugkörper in oder in unmittelbarer Nähe zum Leipziger Flughafen.

Das Projekt könnte nach Schätzungen ein Volumen im Bereich mehrerer hundert Millionen Euro erreichen. Sollte es Realität werden, würde dies nicht nur wirtschaftliche Impulse setzen, sondern auch politisch kontroverse Diskussionen über die Rolle Sachsens in der europäischen Sicherheitsarchitektur anheizen. Bisherige Details zur geplanten Kapazität, der Anzahl der Arbeitsplätze oder dem Zeitplan wurden noch nicht veröffentlicht.

Covenant Industries ist in der Vergangenheit durch innovative Entwicklungen im Bereich unbemannter Systeme und Präzisionswaffen aufgefallen. Eine enge Zusammenarbeit mit der US-Streitkräfte wird vermutet. Ob und in welchem Umfang die Bundeswehr oder die NATO von der Produktion profitieren würden, bleibt offen.

Die Stadtverwaltung betont, dass es sich derzeit noch um Prüfgespräche handelt. „Wir nehmen jedes seriöse Ansiedlungsvorhaben ernst, insbesondere wenn es hochwertige Arbeitsplätze und technologische Innovation verspricht“, so ein Sprecher der Stadt. Gleichzeitig werde man alle rechtlichen und sicherheitsrelevanten Aspekte sorgfältig abwägen.

Quellen: MDR – Nachrichten, MDR – Deutschland