Studie: Mecklenburg-Vorpommern benötigt mehr internationale Arbeitskräfte wegen demografischem Wandel

Mecklenburg-Vorpommern steht vor einer zunehmend drängenden Herausforderung auf dem Arbeitsmarkt: Der demografische Wandel führt dazu, dass Tausende Beschäftigte in den kommenden Jahren in den Ruhestand gehen. Eine aktuelle Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) unterstreicht, dass besonders ostdeutsche Bundesländer wie Mecklenburg-Vorpommern künftig stärker denn je auf internationale Arbeitskräfte angewiesen sein werden.

Laut der Analyse konzentrieren sich viele der betroffenen Berufe in sogenannten Engpassbranchen – darunter Pflege, Handwerk und Technik. In Regionen mit schrumpfender Bevölkerung und geringer Geburtenrate kann der Bedarf an qualifizierten Kräften nicht mehr allein aus der heimischen Bevölkerung gedeckt werden. Die Studie warnt davor, dass restriktive Migrationspolitik den wirtschaftlichen Strukturwandel weiter verschärfen könnte.

Insbesondere im ländlichen Raum Mecklenburg-Vorpommerns sind freie Stellen oft monatelang unbesetzt. Ohne gezielte Anwerbestrategien aus dem Ausland drohen Produktivitätsverluste und eine Schwächung der regionalen Wirtschaftskraft. Die IW-Studie plädiert daher für eine pragmatische Zuwanderungspolitik, die auf die tatsächlichen Bedarfe der lokalen Arbeitsmärkte eingeht.

Quellen: ntv – Nachrichten