Der Leipziger Straßenbahnbauer Heiterblick blickt nach überstandener Insolvenz wieder optimistisch in die Zukunft. Am Donnerstag stellte das Unternehmen seine neuen Entwicklungspläne vor, die auch konkrete Lieferaufträge für bayerische Städte beinhalten. So soll die Stadt Würzburg künftig mit modernen Straßenfahrzeugen aus Leipzig beliefert werden, was als Signal für die Renaissance des regionalen Schienenfahrzeugbaus gewertet wird.
Heiterblick, lange ein Aushängeschild der sächsischen Industrie, hatte nach finanziellen Schwierigkeiten vorübergehend die Produktion einstellen müssen. Durch eine Rettungspartnerschaft und öffentliche Fördermittel konnte das Unternehmen jedoch stabilisiert werden. Nun soll die Serienproduktion wieder hochgefahren werden, wobei neben Leipzig auch Städte wie Würzburg und Dortmund in den Fokus rücken.
Die geplanten Lieferungen nach Würzburg unterstreichen die wachsende Nachfrage bayerischer Kommunen nach modernen, umweltfreundlichen ÖPNV-Lösungen. Mit dem Ausbau der Straßenbahnnetze reagieren Städte auf steigende Mobilitätsbedarfe und Klimaziele. Die Zusammenarbeit mit Heiterblick könnte zudem eine Chance für die industrielle Zusammenarbeit zwischen Bayern und Sachsen darstellen.
Quellen: MDR – Nachrichten