CDU-Spitzenkandidat Schulze wehrt sich gegen Ratschläge aus der eigenen Partei

Im letzten Drittel des Wahlkampfs pocht CDU-Spitzenkandidat Sven Schulze auf eine klare Linie: Weder die AfD noch die Linke sollen nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt an der Regierung beteiligt werden. In einem Interview betonte Schulze: „Unter meiner Führung wird weder die Linkspartei noch die AfD in eine Regierungsverantwortung kommen.“ Damit stellt er sich gegen Stimmen innerhalb seiner eigenen Partei, die bei einem AfD-Sieg einen Regierungsauftrag für die Rechtspopulisten nicht ausschließen.

So forderte der sachsen-anhaltinische CDU-Abgeordnete Sepp Müller, die AfD müsse sich „mehrheitsfähig machen“. Auch im FAZ-Liveblog hieß es, Müller sehe bei einem Wahlausgang wie in den Umfragen einen Regierungsauftrag bei der AfD. Diese Haltung spiegelt eine tiefe Zäsur innerhalb der CDU wider – besonders in Ostdeutschland, wo die Partei um Wählerstimmen kämpft, die zur AfD abwandern.

Schulze hingegen wirbt gezielt um Unentschlossene, die mit der AfD liebäugeln könnten. „Das unterscheidet mich von der AfD – ich habe Lösungen für die Zukunft“, betont er. Er kritisiert, dass die AfD zwar Probleme benenne, aber keine tragfähigen Konzepte vorlege. Gleichzeitig wehrt er sich gegen „Ratschläge“ aus der CDU-Bundespartei, wie er im Liveticker der Welt erklärte, und pocht auf die Eigenständigkeit der Landespolitik.

Quellen: Welt Online, ZEIT Online, T-Online Nachrichten, FAZ Online