Wissenschaftler der Johannes Gutenberg-Universität Mainz haben in einer aktuellen Studie belegt, dass sämtliche Formen des Nikotinkonsums unabhängig von der Darreichungsform schädliche Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-System haben. Die Forschungsergebnisse werfen damit auch ein kritisches Licht auf als „gesünder“ beworbene Produkte wie Nikotinbeutel oder elektronische Tabakerhitzer.
Die Studie analysierte Daten aus klinischen Untersuchungen und Langzeitbeobachtungen von Nikotinkonsumenten. Dabei zeigte sich ein einheitliches Bild: Nikotin führt zu einer Erhöhung des Blutdrucks, einer Verengung der Blutgefäße und einer erhöhten Herzfrequenz – unabhängig davon, ob es über Zigaretten, Vapes oder lutschfähige Beutel aufgenommen wird. Besonders alarmierend sei, dass auch jüngere Nutzergruppen, die auf sogenannte „Smoke-free“-Produkte umsteigen, nicht vor kardiovaskulären Risiken geschützt seien.
Die Mainzer Forschenden betonen, dass die Studie die Notwendigkeit unterstreicht, umfassende Aufklärungskampagnen zu intensivieren – besonders in Schulen und Gesundheitsämtern in Rheinland-Pfalz. Auch die Politik sei gefordert, regulatorisch gegen irreführende Werbeaussagen vorzugehen. Die Ergebnisse sollen zudem in die aktuelle Diskussion um mögliche Regelungen für Nikotinprodukte auf europäischer und nationaler Ebene einfließen.
Quellen: FAZ Online