Fahndung nach Tatverdächtigem aus NRW: Bekennerschreiben zu Anschlägen auf Stromnetz

Die Polizei fahndet intensiv nach einem mutmaßlichen Täter aus Nordrhein-Westfalen, der sich zu den jüngsten Anschlägen auf kritische Strominfrastruktur bekannt hat. Wie das ARD-Hauptstadtstudio berichtet, liegen den Behörden mittlerweile Bekennerschreiben vor, die als authentisch eingestuft werden. Die Anschläge betroffen Umspannwerke in Nordrhein-Westfalen und Brandenburg und hatten für regionale Stromausfälle und massive Sicherheitsdebatten gesorgt.

Am Kraftwerk Weisweiler im Kreis Aachen haben sich inzwischen immer mehr Einsatzkräfte versammelt. Spezialkräfte der Bundespolizei und des Landeskriminalamts NRW bereiten sich auf mögliche Einsatzszenarien vor. Ob der Verdächtige noch in der Region ist oder flüchten konnte, ist unklar. Die Behörden schließen auch eine Verbindung zu extremistischen Motiven nicht aus, obwohl die genauen Hintergründe der Taten noch nicht bekannt sind.

Innenpolitiker aus mehreren Bundesländern warnen vor einer Zunahme von Angriffen auf kritische Infrastruktur. Hessens Innenminister Roman Poseck sprach in diesem Zusammenhang von einem typischen Muster linksextremer Straftäter, betonte aber gleichzeitig, dass auch ausländische Akteure wie Russland als mögliche Einflussgeber im Fokus stünden. Die Bundesregierung erwägt nun verschärfte Schutzmaßnahmen und eine Erweiterung der Befugnisse für Sicherheitsbehörden.

Quellen: Welt Online, ARD Tagesschau – Inland