Einigung beim VW-Aufsichtsrat: Niedersachsen bekräftigt Unterstützung für Blume

Der Aufsichtsrat von Volkswagen hat sich nach monatelangen Debatten auf einen umfassenden Sanierungsplan geeinigt. Die Entscheidung, die am Mittwochabend in Wolfsburg fiel, markiert einen ersten Schritt zur Stabilisierung des Autokonzerns, der unter sinkenden Absatzzahlen, steigenden Kosten und internen Machtkämpfen litt. Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies begrüßte die Einigung als notwendigen Befreiungsschlag.

„Es bedarf keines Herauslösens der Marke Volkswagen aus dem Konzern“, betonte Lies nach der Sitzung. Das Bundesland, das neben der Bundesrepublik Deutschland als Minderheitsaktionär an VW beteiligt ist, setzt sich weiterhin für die Einheit des Konzerns ein. Gleichzeitig sicherte Lies den Beschäftigten zu, dass soziale Härten bei anstehenden Strukturmaßnahmen vermieden werden müssten.

Konzernchef Oliver Blume erhält durch die Einigung ein stärkeres Mandat, um die Transformation hin zu Elektromobilität und digitalen Dienstleistungen voranzutreiben. Der Sanierungsplan sieht Kostensenkungen, Produktionsanpassungen und gezielte Investitionen vor. Die Börse reagierte mit Erleichterung: Der VW-Aktienkurs stieg zeitweise um über fünf Prozent.

Trotz der positiven Signale bleibt die Lage angespannt. Gewerkschaften und Betriebsräte warnen vor Arbeitsplatzabbau, insbesondere am Stammsitz Wolfsburg. Die Landesregierung will nun im engen Dialog mit dem Konzern und den Sozialpartnern sicherstellen, dass Niedersachsen als Automobilstandort langfristig gestärkt wird.

Quellen: FAZ Online, Welt Online