BASF-Tochter aus Ludwigshafen verklagt Apple wegen Face ID

Ein Unternehmen aus Rheinland-Pfalz ist in einen international beachteten Rechtsstreit mit dem US-Technologiekonzern Apple verwickelt. trinamiX, eine Ausgründung des Chemiekonzerns BASF mit Sitz in Ludwigshafen, hat Klage gegen Apple eingereicht und wirft dem iPhone-Hersteller vor, bei seiner Face-ID-Technologie geschützte Erfindungen unrechtmäßig genutzt zu haben.

Seit 2017 setzt Apple Face ID zur biometrischen Authentifizierung in iPhones und iPads ein. trinamiX behauptet nun, dass zentrale Elemente der Technologie auf eigenen, patentierten Verfahren basieren, die in der Nahinfrarotspektroskopie und 3D-Gesichtserfassung liegen. Das Ludwigshafener Unternehmen, das sich auf fortschrittliche Sensorik und optische Messsysteme spezialisiert hat, sieht sich als Pionier in diesem Bereich und fordert die Anerkennung seiner geistigen Eigentumsrechte.

Die Klage könnte nicht nur finanzielle Konsequenzen nach sich ziehen, sondern auch die Innovationsdynamik im Bereich der biometrischen Sicherheitssysteme beeinflussen. Sollte trinamiX vor Gericht Recht bekommen, könnte dies für andere Technologieunternehmen eine Warnung sein, regionale Forschungsschwerpunkte aus Deutschland stärker zu beachten. Rheinland-Pfalz profitiert damit indirekt von der internationalen Aufmerksamkeit für seine Forschungs- und Entwicklungskompetenzen.

Der Chemiestandort Ludwigshafen bleibt damit nicht nur in der Industrie, sondern zunehmend auch in der Hightech-Innovation im Fokus. Die BASF-Tochter trinamiX verweist darauf, dass ihre Technologien über den Konzern hinaus in verschiedenen Branchen Anwendung finden – von der Automobilindustrie bis zur medizinischen Diagnostik.

Quellen: heise online