Im hessischen Offenbach hat ein dramatischer Verkehrsunfall drei Todesopfer gefordert. Ein 34-jähriger Mann war am frühen Morgen mit einem Pkw mit etwa 140 km/h durch die Stadt gerast, obwohl die Geschwindigkeitsbegrenzung bei 50 km/h lag. Nahe der Innenstadt kam es zu einem Frontalzusammenstoß mit einem entgegenkommenden Fahrzeug. Bei dem Aufprall starben drei Insassen des anderen Wagens, darunter ein neunjähriges Kind. Der Fahrer des schnellen Wagens überlebte schwer verletzt.
Die Staatsanwaltschaft Darmstadt wirft dem Mann nun fahrlässige Tötung in mehreren Fällen sowie gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr vor. Bei der Anklageerhebung wurde die Forderung nach einer lebenslangen Freiheitsstrafe gestellt. Das Landgericht Darmstadt wird nun über Schuld und Strafe entscheiden. Ermittlungen ergaben, dass der Mann alkoholisiert war und zudem unter Drogeneinfluss stand. Zudem war er nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis.
Der Unfall löste in Offenbach große Betroffenheit aus. Angehörige der Opfer sowie Anwohner legten am Unfallort Blumen nieder. Die Polizei kündigte verstärkte Geschwindigkeitskontrollen im Stadtgebiet an, um Raserdelikte künftig stärker zu unterbinden. Die Tat wirft erneut die Debatte über Tempo 30 in Innenstädten und schärfere Sanktionen bei wiederholten Verstößen im Straßenverkehr in Hessen an.
Quellen: FAZ Online