In Frankfurt am Main haben am Samstag Hunderte Menschen gegen den jüngsten Wahlerfolg der AfD demonstriert. Der Protestzug startete am Römerberg und führte durch die Innenstadt bis zum Paulsplatz, wo eine Kundgebung stattfand. Die Demonstranten skandierten Parolen wie „Nie wieder AfD“ und „Freiheit, Gerechtigkeit, Solidarität“ und warnten vor einer zunehmenden Normalisierung rechtspopulistischer Positionen in der Politik.
Die Demonstration in Frankfurt war Teil einer bundesweiten Protestwelle, die nach dem Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt ausbrach. Auch in Berlin und Magdeburg gingen Tausende auf die Straße. In Hessen zeigte sich die Zivilgesellschaft besonders mobilisiert: Neben Bürgerinitiativen und Gewerkschaften beteiligten sich auch Schüler:innen, Studierende und Vertreter linker Parteien wie Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen.
Rednerinnen und Redner auf dem Paulsplatz betonten die Bedeutung der Demokratie und mahnten zur Wachsamkeit. „Ein Wahlerfolg darf nicht über die Inhalte hinwegtäuschen. Die AfD gefährdet unsere offene Gesellschaft“, sagte eine Sprecherin der Veranstaltung. Die Polizei beobachtete die Demonstration als friedlich und meldete keine größeren Zwischenfälle.
Die Proteste finden vor dem Hintergrund einer sich verschärfenden politischen Debatte in Deutschland statt. In Hessen bereitet die Landesregierung unter Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) bereits neue Maßnahmen zur Stärkung demokratischer Bildung und Zivilcourage vor. Gleichzeitig wird über die Rolle der Medien und sozialen Netzwerke bei der Bekämpfung von Desinformation diskutiert.
Quellen: Welt Online