Als Revierförsterin in Mecklenburg-Vorpommern verbringt Anne-Sophie Knop ihre Arbeitstage mitten im Wald – fernab von klassischen Büros und Computerbildschirmen. Für sie ist der Beruf mehr als nur ein Job: „Die Försterin ist mein Herzensberuf“, sagt sie in einem Interview mit der F.A.Z. Die Vielfalt der Aufgaben, die direkte Verbindung zur Natur und die Verantwortung für den Wald seien es, die den Beruf für sie besonders machen.
Knop ist für die Pflege und Bewirtschaftung eines Forstgebiets verantwortlich. Ihre täglichen Aufgaben reichen von der Bestandserfassung über die Kontrolle von Schäden durch Schädlinge oder Stürme bis hin zur Betreuung von Jagdaktivitäten und der Beratung von Naturschützern. „Man ist im Regen, im Schnee, bei Wind und Sonne draußen – das ist anstrengend, aber genau das macht es aus“, beschreibt sie ihren Alltag.
Während der Verdienst im forstlichen Dienst oft im unteren mittleren Bereich liegt, betont Knop, dass finanzielle Aspekte für sie keine treibende Kraft seien. „Ich könnte im Büro sitzen und mehr verdienen, aber dann fehlte mir die Natur.“ In Mecklenburg-Vorpommern, das mit rund 25 Prozent Waldfläche über einen bedeutenden forstlichen Raum verfügt, spielen Försterinnen und Förster eine Schlüsselrolle im Klima- und Artenschutz.
Angesichts der zunehmenden Herausforderungen durch Klimawandel, Borkenkäferbefall und Trockenheit gewinnt die Arbeit der Forstleute weiter an Bedeutung. Knop sieht sich als Brückenbauerin zwischen Naturschutz, Forstwirtschaft und der Öffentlichkeit – und bleibt trotz aller Herausforderungen ihrem Beruf treu.
Quellen: FAZ Online