Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat auf Initiative von Sierra Leone den 27. November zum Internationalen Tag zur Beseitigung von Kinder-, Früh- und Zwangsheirat erklärt. Die Resolution, die von Sierra Leone eingereicht und von zahlreichen Mitgliedstaaten unterstützt wurde, wurde am Freitag einstimmig verabschiedet und unterstreicht die globale Dringlichkeit, gegen eine Praxis vorzugehen, die Millionen Mädchen weltweit betrifft.
Sierra Leone gehört zu den Ländern mit einer der höchsten Raten an Kinderheirat in Westafrika. Laut UNICEF sind mehr als 30 Prozent der Mädchen im Land vor ihrem 18. Lebensjahr verheiratet. Die Regierung hat in den letzten Jahren verstärkt Maßnahmen ergriffen, um das Phänomen durch Bildungsprogramme, rechtliche Reformen und Gemeindearbeit einzudämmen. Die Schaffung eines offiziellen UN-Beobachtungstags soll das Bewusstsein schärfen und internationale Unterstützung mobilisieren.
Die neue Gedenkstätte am 27. November soll jährlich Regierungen, Zivilgesellschaft und internationale Organisationen dazu anregen, über Fortschritte und Herausforderungen bei der Bekämpfung von Kinderheirat zu berichten. Sierra Leone betonte, dass der Tag nicht nur als Mahnung dienen solle, sondern als Plattform für nachhaltige Lösungen und den Austausch bewährter Verfahren zwischen betroffenen Ländern.
Quellen: Africanews EN