UN-Projekt stärkt wirtschaftliche Unabhängigkeit hunderter liberianischer Frauen

Ein von UN Women geführtes Entwicklungsprojekt hat in Liberia die wirtschaftliche Stärkung von Frauen in ländlichen Regionen deutlich vorangebracht. Am Freitag begann die Auszahlung von Fördergeldern an fast 1.500 Frauen, die in 49 Gruppen organisiert sind und in acht Counties des Landes aktiv sind. Die sogenannten Village Savings and Loan Associations (VSLA) kombinieren Kleinsparmodelle mit landwirtschaftlichen Projekten, um Frauen unabhängiger von externer finanzieller Abhängigkeit zu machen.

Das Projekt unterstützt die Teilnehmerinnen dabei, eigene Einkommensquellen zu schaffen, insbesondere durch nachhaltige Landwirtschaft und Mikrounternehmen. Die Gruppen erhalten nicht nur finanzielle Mittel, sondern auch Schulungen in Buchhaltung, Unternehmensführung und Gemeinschaftsorganisation. Die Initiative zielt darauf ab, strukturelle Barrieren für Frauen in der liberianischen Wirtschaft abzubauen, insbesondere in Regionen mit begrenztem Zugang zu Bankdienstleistungen.

UN Women betont, dass die Förderung langfristig zur Armutsbekämpfung und zur Stärkung der ländlichen Wirtschaft beitragen soll. Die Organisation arbeitet eng mit lokalen Gemeinden und Behörden zusammen, um sicherzustellen, dass die Projekte kulturell angemessen und nachhaltig sind. Die liberianische Regierung begrüßte die Initiative als wichtigen Schritt zur Gleichstellung der Geschlechter und zur wirtschaftlichen Entwicklung.

Quellen: Liberian Observer