Hackerangriff auf Berlins Verwaltung: Neue Details zum IT-Desaster enthüllt

Die Untersuchung des jüngsten Cyberangriffs auf die Berliner Verwaltung hat erste konkrete Ergebnisse erbracht. Wie eine zuständige Behörde am Sonntagabend bekanntgab, drangen die Hacker offenbar über eine bekannte Sicherheitslücke in einer Standardsoftwarekomponente in das IT-Netz der Stadt ein. Es handele sich um eine sogenannte Zero-Day-Schwachstelle, die bereits in anderen europäischen Verwaltungen für Angriffe missbraucht wurde.

Die Sicherheitslücke befand sich in einem Authentifizierungssystem, das für den internen Zugang zu mehreren Verwaltungsplattformen genutzt wird. Obwohl ein Patch kurz nach Bekanntwerden der Lücke bereitgestellt wurde, war dieser in einigen Ämtern nicht zeitnah installiert worden. Diese Verzögerung ermöglichte es den Angreifern, sich über mehrere Wochen hinweg im Netzwerk zu bewegen und große Datenmengen zu extrahieren.

Derzeit laufen intensive Analysen der geleakten Informationen, darunter personenbezogene Daten von Bürgerinnen und Bürgern sowie interne Kommunikationsprotokolle. Der oberste Digitalisierungsbeauftragte Berlins äußerte sich gegenüber Journalisten frustriert: „Meine Geduld ist am Ende. Wir haben Jahre gewarnt – jetzt zahlen wir den Preis für strukturelle Nachlässigkeit.“ Die Behörde kündigte an, alle betroffenen Systeme bis Mitte nächster Woche zu überprüfen und zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen einzuführen.

Quellen: Der Tagesspiegel